Wing Tsun Combat Federadition -WTCF- Sifu Paetzold, Wing Tsun - Kung Fu

 

Nimm die Traditionen an, bewahre 

die chinesische Kunst & deren Verhaltensregeln. (Yip Man)

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KINDER - 孩子

 

Bitte nehmen Sie sich die Zeit zum Lesen ... es geht um UNSERE Kinder!

 
 

WING TSUN

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KINDER

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Kinder- und
Jugendhilfeverein e.V.
Weissenfels

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Kinder dürfen:
I "NEIN!" I
sagen!

 

Programm der WTCF zur Gewaltprävention
für Kinder & Jugendliche

Seminare zur Gewaltprävention auf dem sensiblen Gebiet der Kinder & Jugendlichen, gewinnen in unserer heutigen Zeit, bedauerlicherweise, immer mehr an Bedeutung!

Ähnlich schlimm wie in den Analysen zu Straftaten gegenüber Frauen, stellen sich die Gewalt-Statistiken gegenüber den uns Schutzbefohlenen & schwächsten Gliedern der gesellschaftlichen
Kette - UNSEREN KINDERN!

Dabei spielen alle Formen von Gewalt eine Rolle: 

° Passive Gewalt
° Isolation & Vernachlässigung
° Psychische Misshandlung
° Körperliche Misshandlung
° Sexueller Missbrauch und Gewalt

 

Passive Gewalt
Sie herrscht, wenn sich die Eltern streiten, eifersüchtig verhalten, prügeln, Alkoholprobleme haben. Wenn Kinder das permanent miterleben müssen, fühlen sie sich seelisch in Mitleidenschaft gezogen.
Extreme Angst, Panik kann entstehen, wenn ihnen niemand erklärt, um was es geht.

Isolation
Bedeutet, dass Kinder von der Außenwelt abgeschottet werden. Aus Angst, dass etwas passieren könnte, wird dem Kind nicht erlaubt, mit anderen Kindern (draußen) zu spielen (ängstliches Überbehüten). Kinder benötigen aber für eine gute emotionale und seelische Entwicklung diese Kontakte!
Geborgenheit, Zuwendung und Liebe fehlen, Trost wird verwehrt. Nichts verletzt die Kinderseele so stark
wie kaltes Ablehnen, Abwehr, Abwertung und Zurückweisen. Die seelische Misshandlung bei Kindern ist
nicht leicht zu ersehen, da man keine körperlich sichtbaren Spuren findet.

Vernachlässigung
Beschreibt einen Zustand, in dem den kindlichen Bedürfnissen (Ernährung, Pflege, Fürsorge, Geborgenheit, Anregung und Abwechslung) nicht oder nicht genügend nachgekommen wird. Es kann aus Unkenntnis oder aus Absicht erfolgen. Die dadurch ausgelöste Unterversorgung des Kindes führt
zu einer Beeinträchtigung und Schädigung seiner Entwicklung. Dabei kann auch das  Ableben eines Kindes heraufbeschworen werden.

Psychische Misshandlung
Beschreibt ein Verhalten, in welchem der Erwachsene dem Kind gegenüber feindlich und abweisend gegenüber tritt. Ablehnung, Herabsetzung, Schweigen, Kränkung, Isolation (Einsperren), Ignorieren, demütigendes Schimpfen, permanente Demütigung (womöglich noch vor anderen; und andere
werden als Vorbild hingestellt) und Angstmachen (mit dem schwarzen Mann drohen, der Polizei, dem Heim, dem Zauberer, dem dunklen Keller, dass man das Kind nicht mehr lieb hat bei Fehlverhalten
usw.) fallen hierunter. Kinder sind nicht in der Lage, abzuschätzen wie realitätsnah solche Figuren sind.

Körperliche Misshandlung
Sie bezeichnet alle Formen körperlicher Gewalt gegen Kinder, die als Folge körperliche Verletzungen nach
sich ziehen (können). Die Misshandlung wird mit Absicht ausgeführt oder in Kauf genommen, obwohl ernsthafte körperliche Verletzungen oder seelische Wunden entstehen können.
Beispiel: Schütteln, Schlagen, Stoßen, Würgen.

Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt
Bedeutet, dass Erwachsene Kinder benutzen, um sich sexuelle Befriedigung zu verschaffen. Sei es, dass sexuelle Handlungen am oder vor dem Kind vorgenommen werden, oder aber an sich ausführen lassen.

Die Unwissenheit des Kindes aufgrund seines Alters und seines Entwicklungsstandes wird dabei
ausgenutzt. Der Täter versucht, sich Bedürfnisse nach Macht, Intimität und Erregung auf
diese Art und Weise zu erfüllen.

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Sexueller Missbrauch wird geplant und geschieht somit nicht spontan.


Mädchen sind weitaus mehr davon betroffen als Jungen und der sexuelle Missbrauch stellt die verhängnisvollste Art körperlicher und psychischer Gewalt dar. Es ist ein Ammenmärchen, dass sich hier in erster Linie fremde Personen schuldig machen; vielmehr sind es nahe Verwandte (Bruder, Erzieher, Lehrer, Nachbar, Onkel, Pastor, Vater u.s.w.), die dem Kind in unerlaubter Weise nahe
treten. Das Ausnutzen einer Vertrauensstellung wird hier ersichtlich. Die immense Abhängigkeit des Kindes von seiner Familie verleiht dem Ganzen das noch zusätzlich Tragische.

Die Statistik des Deutschen Kinderschutzzentrums zeigt:


53% der Täter sind Väter,
16% Stiefväter u.ä.,
6% ältere Brüder,
5% Onkel,
3% Großväter,
10% Nachbarn oder Freunde;
6% Lehrer, Erzieher, Ärzte.

Lediglich in 1% der Fälle kannte das Opfer den Täter nicht gut.

In Deutschland geht man von 300 000 Opfern pro Jahr aus. Mädchen werden fast nur in der Familie missbraucht, Knaben eher im näheren Bekanntenkreis. In 90% der Fälle waren die Täter männlichen Geschlechts. Sexueller Missbrauch kommt in allen Gesellschaftsschichten vor. Missbrauchstäter sind recht selten geistig gestört oder offensichtlich geisteskrank.

Es existiert ein einheitliches Täterbild: Eher angepasste, durchschnittliche Typen auf den ersten
Blick. Das einzige, was bei allen auffällt, ist die sexistische Grundhaltung und die Auffassung, dass Männer gegenüber den Frauen das Sagen haben (sollten).

Eine schleichende Entwicklung hinsichtlich des Missbrauchs ist meist gegeben: Stufe für Stufe tastet sich der Täter im wahrsten Sinne des Wortes vor (hastige Berührung, dann aber regelmäßiger, streicheln,
Oralsex, weniger Geschlechtsverkehr).

Die Notwendigkeit, körperliche Kontakte zum richtigen Zeitpunkt zu beenden, scheint für viele Erwachsene, v.a. Männer, ein Problem zu sein. Alle Kinder benötigen körperlichen Kontakt zu den Eltern, wollen in den
Arm genommen werden, wünschen Streicheleinheiten und Schmusen - das Kind ist aber nie am
Erwachsenen sexuell interessiert! Sexualtäter sind emotional überwiegend von Unreife gekennzeichnet, besitzen sexuelle Versagensängste. Sie interpretieren das Interesse des Kindes
nach Zärtlichkeit und Zuwendung in ihrem Sinne als Wunsch nach sexuellen Kontakten. Dadurch versuchen sie sich zu rechtfertigen. Bei ihnen herrscht die Meinung, dass sie zu sexuellen
Handlungen provoziert oder sogar aufgefordert wurden.

Die Grenze ist in dem Augenblick überschritten, wo das Kind dazu benutzt wird, die Bedürfnisse des Erwachsenen zu befriedigen und die Intimgrenzen des Kindes aufgeweicht werden. Missbrauch fängt dort
an, wo die Schamgrenzen des Kindes mehrfach gegen dessen Widerstand eingerissen werden.
Die Schamgrenze, die jedes Kind durch Gesten, Blicke, Worte und Taten deutlich macht, ist unmissverständlich. Diese gilt es unter allen Umständen einzuhalten.
Der Wille und die Würde des Kindes sind unantastbar. Genaue Beobachtung des Kindes kann Aufschluss darüber geben, ob ein Missbrauch vorliegt oder nicht. 

Genauso verhält es sich mit der Autonomie und der Integrität = ein Beispiel hierfür. Man darf ein Kind nicht zwingen, Verwandte usw. (für ein erhaltenes Geschenk) zu küssen. Kinder empfinden ein unangenehmes Gefühl und starke Abwehr, die sich dann hoffentlich auch sprachlich in einem "Nein" ausdrückt.

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Fast alle sind keine Einzel-, sondern Serientäter. Niemand kann ein Kind aus Versehen missbrauchen.
Täter kennen ihre Opfer in ihren Lebensgewohnheiten sehr genau und versuchen geschickt ihre
Tätigkeiten zu verbergen. Auch das unter Druck setzen wird meistens praktiziert (Geheimhaltungsgebot). Drohungen führen dazu, dass Kinder sprachlos werden. Sie sind gefangen in dem sehr widersprüchlichen Gefühlschaos: sie mögen ihren Vater, hassen aber sein Verhalten.
Die Not wird deshalb vielfach verschlüsselt dargestellt: Sie sprechen in Bildern, durch Zeichnungen, oder durch Körpersprache.

Das Vertrauen des Kindes in seine Umgebung, seine Vertrauenspersonen wird nachhaltig und tiefgehend erschüttert. Es erlebt, dass Nähe und Vertrauen es in eine gefährliche Situation bringen.
Kinder fürchten die Zuneigung zu verlieren, wenn sie sich gegen diese Aktivitäten wehren.
Zu Anfang können sie nicht "Nein" sagen, später sagen die Täter dann: "Du hast es gewollt, hast mitgemacht!".

Das Schuldgefühl wird umso stärker, je länger der Missbrauch stattgefunden hat. Schamgefühle, Gewissensbisse, Scham, Ekel vor sich selbst und anderen sind oftmals ein ganzes Leben lang
präsent. Manchmal entwickelt sich ein Waschzwang, Hautallergien, Schluckbeschwerden,
Übelkeit oder Brechreiz, dauerndes Husten etc.

Der Wille des missbrauchten Kindes wurde gebrochen. Sie konnten es nicht verhindern und sehen
nun als Überlebensstrategie ihren eigenen Körper als etwas Fremdes an.

Angst ist ein ständiger Begleiter dieser Kinder: sowohl vor Übergriffen als auch vor dem Bekannt werden. Schlafstörungen, übermäßiges Schwitzen und Alpträume kann man als Symptome finden. Ängstlichkeit, Rückzugstendenzen, Leistungsabfall, Schulprobleme, Konzentrationsschwäche (sie konzentrieren sich innerlich fast nur auf ihre alptraumhafte Erfahrung), Stimmungsschwankungen, Aggressivität, Ruhelosigkeit und Nervosität, Vermeidungsverhalten, sexualisiertes Verhalten oder eigene Gewalttätigkeit können
(müssen aber nicht) darauf hindeuten.

Sexueller Missbrauch von Kindern ist selbstverständlich strafbar. Führte der Missbrauch zu schweren körperlichen Verletzungen, ist mit einer Strafanzeige gegen den Täter zu rechnen. Ist die Polizei
oder Staatsanwaltschaft darüber informiert, ist ein Strafverfahren unausweichlich. 

UNSERE Hilfe zur Vorbeugung: 

Wir möchten in Seminaren und speziellen Kursen helfen, den Kindern beizubringen unter oben genannten Umständen zu widersprechen, Autoritäten nicht blind zu gehorchen ... "NEIN!" zu sagen.
Autoritäre Familienstrukturen begünstigen sexuellen Missbrauch. 
Autoritäten sind nicht grundsätzlich vertrauenswürdige Personen. Es ist für Kinder in diesem Alter wichtig, ihre Bedürfnisse und Wünsche formulieren zu können. Werden bei Kindern Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit nicht genügend befriedigt, so besteht eine höhere Gefährdung hinsichtlich sexuellen Missbrauchs.
Ablehnung muss selbstbewusst vorgetragen werden (klar und unmissverständlich) und dies möchten wir in unseren Kursen, welche z.T. auch in der Anwesenheit eines Elternteils durchgeführt werden,
den Kindern vermitteln!
Die pädagogische, versinnbildlichte Hand-in-Hand-Arbeit zwischen WTCF-Ausbildern, der
Schule
und den Eltern ist hierbei ein nicht zu unterschätzendes Potential! Auch Eltern müssen vorleben, wie man Wünsche klar äussert und Ablehnung verbal und körpersprachlich vermittelt.

 

"Bitte betrachten Sie mich nicht als Lehrmeister oder Besserwisser ... ich möchte
durch diesen Text nicht den Teufel an die Wand malen, lediglich sensibilisieren!"

                                                                                                                              

Dai-Sifu Frank Paetzold

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