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GEWALT
Die
Präventionsarbeit der WTCF zielt darauf ab, zur Gewalt führende Faktoren
und Bedingungen schon in ihren Ansätzen bewusst zu machen und die
Herausbildung von gewalttätigen Verhaltensweisen einzudämmen
oder gar zu vermeiden.
Hierbei
ist Prävention nicht nur als etwas zu verstehen, was verhindert,
sondern sie soll einen Veränderungsprozess bei einzelnen
Person genau so bewirken, wie auch bei vorhandenen
sozialstrukturellen Verhältnissen und lokalen Gegebenheiten.
Letzteres ist ein wesentlicher Primärarbeitsschwerpunkt in unserer
Präventionsarbeit!
Eine
wirksame Reduktion
gewalttätiger Handlungen an Schul- und Lehreinrichtungen kann
vor allem nur in der Ursacheneliminierung der zur Gewalt führenden Faktoren, liegen!

Niemand
von uns würde doch im Winter mit einem Träger T-Shirt rumlaufen
und lediglich seine ständig auftretenden Erkältungserscheinungen
(Schnupfen, Husten und Fieber) mit Medikamenten
bekämpfen!?
Also
müssen die Ursachen und nicht (nur) die Auswirkungen bekämpft
werden. Natürlich gehören hierbei auch solche Sekundärfaktoren
dazu, wie die Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen
oder auch die Nutzung von vorhandenen Möglichkeiten oder
Ressourcen der regionalen Strukturen.
Dies
zeigt schon, dass Sozialprävention sich von der
Kriminalprävention erheblich dadurch unterscheidet, dass bei
Ersterer die Förderungen/ Schaffung von gewaltunterbindender
Gegebenheiten und Verbesserung von Lebenskompetenzen im
Zentrum der Überlegung steht. Während bei der Zweiten der
Schwerpunkt auf Massnahmen zur Verhütung von Delikten und der
Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit liegt.
Also
setzen wir, entsprechend der Verteidigungsphilosophie im WTCF
Kung-Fu Stil, eine triadische Herangehensweise an.
Grenzen
definieren (Primärprävention),
Grenzen
aufzeigen (Sekundärprävention),
Grenzen
verteidigen (Tertiärprävention)
sind hierbei die
Arbeitsschwerpunkte (ASP). In
dieser erwähnten Form der An- und Zuordnung
und der drei ASP´ s, fokussiert sich der Schwerpunkt unserer
eigenen Präventionsarbeit ebenso in drei Richtungen:
Die
Primärprävention (PPv):
will
der Entstehung von Gewalt an den Wurzeln, respektive in der
Entstehungsphase entgegenwirken. Sie setzt
bei den Ursachen von Gewalt an und versucht sie aufzuheben bzw. so
zu beeinflussen, dass Gewalt als Handlungsschema gar nicht
auftritt. Sie vertieft die Sensibilisierung auf körpersprachliche
Aspekte (Blick, Mimik, Gestik, Bauchgefühl) und soll dazu
beitragen, das die physische Unversehrtheit gewahrt bleibt und
alltägliche Einschränkungen der Lebensqualität aufgehoben
werden können.
Die
Sekundärprävention (SPv):
ist
einhergehend mit der PPv zu einer prophylaktischen
Früherkennung und
entsprechend
temporär-akkurate
Intervention
geeignet. Sie will
sich anbahnende Gewalthandlungen in ihren Ansätzen stoppen oder unterbrechen und die
Eskalationen vermeiden. SPv beginnt also bereits im Ansatz einer
Konfliktsituation mit verschiedenen Elementen der Deeskalation
durch Kommunikation und beruhigende, nonverbale Massnahmen ein
Ausbreiten von Gewalttendenzen rechtzeitig zu verhindern.
Die
Tertiärprävention (TPv):
hier
steht nun ein zwangsläufig drohender Übergang von der Sozial-
zur Kriminalitätsprävention bevor. Doch ist ein
funktionsfähiges Krisenmanagement der Einrichtung ist ebenso
wichtig, wie geschult- und trainiertes (!!!) Personal, welches
Aggressionen und Gewalt stoppen und gleichzeitig Opfer und
Betroffene be-schützen kann. Durch derlei Fähigkeiten zur
Krisenintervention kann sowohl die Einrichtung, als auch dessen
Personal Signale für eventuelle Nachfolgetaten/ täter setzen und
auf längere Sicht ex- wie intern Gewaltdynamiken unterbinden.
Natürlich sind in dieser Stufe auch direkte und entschlossene
Interventionen aber auch die Sanktionierung von Aggressions- und
Gewalttaten unabdingbar, um gewisse Prozesse zu durchbrechen und
der präventiven Idee zum Durchbruch zu verhelfen.
Im vorliegenden Konzept wird der
Begriff Gewaltprävention – in einem
erweiterten Sinne – als Abgrenzung
zur Intervention verwendet. Gewaltprävention
umfasst nach diesem Präventionsverständnis
sowohl primäre
wie
auch sekundäre Massnahmen.

"Der
Mensch, wenn er werden soll, was er sein muss, muss als Kind sein, und
als Kind tun, was ihn glücklich macht."
-
Johann Heinrich Pestalozzi -
Dai-Sifu
Frank Paetzold

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